Da meine Diplomarbeit ja zu einem „längerfristigen“ Projekt geworden ist, schlage ich all wochenendlich die Nächte in meiner “geliebten“ Aral um die Ohren. Letztlich ist es einfach verdientes Geld.War es zumindest. Nach meiner Versetzung in die Station in Frankfurt hat das ganze nun etwas von Survival-Training.
Man muss es sich so vorstellen. Jeden Abend steht vor der Station ein Mob von 10-15 Jugendlichen meist afrikanischer Abstammung, die sich mit Literweise Whiskey oder Wodka abschießen. Dabei gehören Pöpeleien gegen alles und jeden zur Tagesordnung. Gegen Kunden, gegen andere der Gruppe und gegen mich, der allein in der Station sitzt und die Typen über den Nachtschalter bedienen muss.
Wie verhält man sich gegenüber so einer Meute, wenn Beleidigungen der Marke „Ich fi.. deine (beliebiges Familienmitglied einsetzen) oder Hu...sohn noch die schmeichelhaften Varianten sind?
Man kann die Polizei rufen und das Problem für 30min lösen. Aber dann kommen sie wieder. Wie die Fliegen, die um eine Lampe kreisen.
Man könnte sich auf deren Niveau herablassen, was aber eine wirklich dümmliche Variante wäre, da man dadurch ja nur noch mehr Wut auf sich zieht.
Ich bediene sie einfach nicht mehr. Das führt immerhin zu einer zunehmenden „Kooperationsbereitschaft“ der Truppe. Denn letztlich kommen sie nicht an mich heran, und den Alkohol brauchen sie. Zwar wurde mir daraufhin schon damit gedroht, dass ja „Unfälle passieren können“, wenn ich nach Schichtende heim fahre. Trotzdem fühle ich mich relativ sicher, da die Jungs meinen Heimatort wahrscheinlich nicht mal auf einer Landkarte finden, auch wenn er nur 15km entfernt ist.
Diesen Freitag gab es aber den vorläufigen Höhepunkt dieses nächtlichen Kriegs.
Bilanz:
21 Flaschen Vodka verkauft (wären noch mehr gewesen, wenn er Vorrat nicht aufgebraucht gewesen wäre)
3 Polizeieinsätze, obwohl ich nicht einmal angerufen habe.
2x Ordnungsamt
2 Schlägereien, immerhin ohne Schusswaffen
1x Krankenwagen mit min. 2 Verletzten
1 Vorladung zum Gespräch mit der Polizei, wegen Ermittlungen zu div. Körperverletzungen
Das alles ist passiert diesen Samstag zwischen 0 und 5 Uhr früh.
Ich stelle mir die Frage, warum ich mir die ganze Show noch gebe. Mir selbst kann zwar nichts passieren, aber die ganzen Pöbeleien Abzockversuche und Drohungen zehren schon an der Substanz. Nach 4 Stunden „Trash-Talk“ glaubt man irgendwann noch wirklich, was die da draußen erzählen.
Auf jeden Fall ist es eine weitere Motivationshilfe das Diplom-Thema endlich zu beenden, damit ich mich mit solchem Pack nicht mehr beschäftigen muss. Dann können sie dort den nächsten Deppen hinstellen, der sich beschimpfen lässt.
Man muss es sich so vorstellen. Jeden Abend steht vor der Station ein Mob von 10-15 Jugendlichen meist afrikanischer Abstammung, die sich mit Literweise Whiskey oder Wodka abschießen. Dabei gehören Pöpeleien gegen alles und jeden zur Tagesordnung. Gegen Kunden, gegen andere der Gruppe und gegen mich, der allein in der Station sitzt und die Typen über den Nachtschalter bedienen muss.
Wie verhält man sich gegenüber so einer Meute, wenn Beleidigungen der Marke „Ich fi.. deine (beliebiges Familienmitglied einsetzen) oder Hu...sohn noch die schmeichelhaften Varianten sind?
Man kann die Polizei rufen und das Problem für 30min lösen. Aber dann kommen sie wieder. Wie die Fliegen, die um eine Lampe kreisen.
Man könnte sich auf deren Niveau herablassen, was aber eine wirklich dümmliche Variante wäre, da man dadurch ja nur noch mehr Wut auf sich zieht.
Ich bediene sie einfach nicht mehr. Das führt immerhin zu einer zunehmenden „Kooperationsbereitschaft“ der Truppe. Denn letztlich kommen sie nicht an mich heran, und den Alkohol brauchen sie. Zwar wurde mir daraufhin schon damit gedroht, dass ja „Unfälle passieren können“, wenn ich nach Schichtende heim fahre. Trotzdem fühle ich mich relativ sicher, da die Jungs meinen Heimatort wahrscheinlich nicht mal auf einer Landkarte finden, auch wenn er nur 15km entfernt ist.
Diesen Freitag gab es aber den vorläufigen Höhepunkt dieses nächtlichen Kriegs.
Bilanz:
21 Flaschen Vodka verkauft (wären noch mehr gewesen, wenn er Vorrat nicht aufgebraucht gewesen wäre)
3 Polizeieinsätze, obwohl ich nicht einmal angerufen habe.
2x Ordnungsamt
2 Schlägereien, immerhin ohne Schusswaffen
1x Krankenwagen mit min. 2 Verletzten
1 Vorladung zum Gespräch mit der Polizei, wegen Ermittlungen zu div. Körperverletzungen
Das alles ist passiert diesen Samstag zwischen 0 und 5 Uhr früh.
Ich stelle mir die Frage, warum ich mir die ganze Show noch gebe. Mir selbst kann zwar nichts passieren, aber die ganzen Pöbeleien Abzockversuche und Drohungen zehren schon an der Substanz. Nach 4 Stunden „Trash-Talk“ glaubt man irgendwann noch wirklich, was die da draußen erzählen.
Auf jeden Fall ist es eine weitere Motivationshilfe das Diplom-Thema endlich zu beenden, damit ich mich mit solchem Pack nicht mehr beschäftigen muss. Dann können sie dort den nächsten Deppen hinstellen, der sich beschimpfen lässt.
